>> Elena Carrs künstlerisches Medium ist der Raum, wobei sich ihr bildhauerisches Spektrum weniger an bestimmten Materialien, als an ästhetischen Wahrnehmungs- und Deutungspotenzialen orientiert. Sie entwickelt ihre Objekte und Installationen meist über verschiedene Stufen und mediale Versuchsanordnungen, präsentiert sie dann in unterschiedlichen Kontexten, mal als autonome Skulptur, oft auch als szenografische Installation für Performances oder künstlerischem Video. Als Beispiel für diese multimediale Vorgehensweise kann der von ihr so genannte Gehschreibe Apparat gesehen werden, ein in Bricolage-Manier gezimmerter Bauchladen mit diversen Andockstellen für analoge und digitale Apps zur spontanen Aufzeichnung und Wiedergabe audiovisueller Ereignisse. Ein Vehikel, das sowohl eine Kostüm-Referenz an Oskar Schlemmers Tiradisches Ballet und die Metamatics von Jean Tinguely darstellt, als auch einen ironischen Kommentar zur Kontrollgesellschaft abgibt, wie man es etwa von den Arbeiten Pierre Huyghes kennt. <<
Prof. Res Ingold

 

Gehschreibe | mit Jonas Beutlhauser 2014