Darstellerin in Wir Hunde / Us Dogs
Performance – Installation
SIGNA
Regie: Signa und Arthur Köstler
Volkstheater Wien, Mai / Juni 2016

Koproduktion Volkstheater mit Wiener Festwochen
ausgezeichnet mit dem Nestroy Spezialpreis 2016

 

>> Erst wer diese fünf Stunden erlebt hat, weiß wirklich, was eine immersive Aufführung ist: Die Besucher werden voll und ganz in eine inszenierte Wirklichkeit integriert. Und zwar ganz analog. Im Vergleich mit einer solchen Erfahrung kann all die technisch erzeugte „virtuelle Realität“, in die gerade Unsummen investiert werden, schlicht einpacken. <<
Helmut Ploebst, Der Standard

>> Da steht man nun vor Darstellern, die sabbern, rülpsen und aus Näpfen saufen, zu Whitney Houston heulen und die Hand lecken, die sie mit Hundekeksen füttert. Es ist diese unheimliche, in manchen Momenten perfekte Aneignung tierischen Verhaltens, die Wir Hunde / Us Dogs so beklemmend macht. <<
Eva Biringer, Nachtkritik.de

>> Us Dogs/ Wir Hunde entwirft eine fiktionale Welt, in der neben dem Unbehagen im Geschlecht ein Unbehagen in der Gattung (Species Trouble) auftaucht. […]
‘Ich fühle mich in meinem Körper unwohl. Fühlst Du Dich in Deinem Körper unwohl, Klaus?’ sind für mich nicht nur Sätze, die verschiedene Schauspieler sprechen, sondern Fragen, die Mon Amie, Coco oder Bello mir persönlich stellen und auf die ich überraschend ehrlich antworte. […]
Wie fiktionale sind auch unsere Welten stark dadurch determiniert, was in ihnen ereignishaft bzw. erzählenswert ist. Auf den Boden zu pinkeln, die Hände der Besucher abzuschlecken, seine Geschlechtsteile an ihren Beinen zu reiben oder Mülleimer umzuwerfen und deren Inhalt zu fressen, ist in der Welt von Canis Humanus nur bedingt ereignishaft und damit erzählenswert. Aber dass ein Besucher regelmäßig Kuchen mitbringt oder einen Hundsch unsittlich angefasst hat und letztlich das Haus verlassen musste, wird immer wieder erwähnt. <<

Klaus Speidel: “Mach Mensch!”, 2016 | Spike Art Magazine