Where the fuck is wonderland?

FAHRRADKINO
mit Franziska Wirtensohn, Michael Wittmann
Isarbalkon auf der Corneliusbrücke, München 2014
Film: Intro Peter Lustig, 33 Einzelframes

 

The Show you dare not miss
Die Besucherin tritt in die Pedale des alten Fahrrads. Aus eigenem Antrieb wird mit Hilfe des Stroboskopeffekts die Illusion eines kontinuierlichen Bewegungsablaufes erzeugt. Strampelnd ist ein Hinterherlaufen zu erleben. Auf auswechselbaren Filmstreifen ist mal der Blick Fellinis zu sehen, in einer anderen Version folgt man, gleich dem Esel der Karotte, einer Wurst an der Angel. Rotieren um die Achse, Drehen um das Zentrum, Kreisen um das Ziel.
Der Zugang zu Filmsequenzen, wie wir sie aus dem Kino – der Illusionsmaschine – kennen, ist verschafft. Das lebendig werdende Objekt funktioniert nur durch die Betätigung der BetrachterInnen, die zu SpielerInnen werden. Sie selbst treiben die eigene Illusionsmaschinerie an.
Rückwärts oder Vorwärts treten? Treten Sie näher! Die Bildsequenz wird in Bewegung versetzt. Eine Fahrradfahrt – sich bewegen, abmühen, rotieren wird simuliert. Geschwindigkeit ist selbstbestimmt. Den eigenen Vorstellungen wird hinterher gestrampelt. Wer hier der Esel ist?

 

 

 

 

 

 

 

FRAGENGLOCKE

 

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Hoffen Sie angesichts der Weltlage:
a. Auf die Vernunft?
b. Auf ein Wunder?
c. Dass es weitergeht wie bisher?

Wissen Sie in der Regel, was Sie hoffen?

Gesetzt den Fall, Sie unterscheiden zwischen Ihren eigenen Hoffnungen und den Hoffnungen, die andere (Eltern, LehrerInnen, KameradInnen, LiebespartnerIn) auf Sie setzen: bedrückt es Sie mehr, wenn sich die ersteren oder wenn sich die letzteren nicht erfüllen?
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15 Fragen aus dem Fragebogen von Max Frisch
Gesprochen von Peter Weiss

 

 

 

 

 

Fragenglocke, Soundinstallation
mit Franziska Wirtensohn, Michael Wittmann | Haube: Michaela Andrae
Ausstellungsansicht: Jahresausstellung AdBK München 2013