TROCKEN SCHWIMM SYNC

 

 

 

Eine Schwimmnummer | 2019
Künstlerhaus 1050 Wien

 

Wurde den Synchronschwimmer*innen nach dem Auftritt in der Sargfabrik das Wasser abgegraben, bleibt es ihnen nur noch übrig, aufs Trockene einzuladen. Noch ist dabei kein Knochen gebrochen.

Schon als ich zur Welt kam war kein Tropfen Fruchtwasser mehr übrig. Im Theater fand ich schwer meine Rolle. Am Ende durfte ich die Seerobbe spielen und über die staubige Bühne kriechen. Dort imaginierte ich das Wasser im 90 Grad Winkel nach links, ich dachte das Wasser über Kopf an die Decke oder ich tat einfach so als wäre es unter mir. Allein die Schwerkraft zog beständig. 1 und 2 und 3 und 4 und ich wachte auf mit trockener Kehle. Der Kopf schmerzte vom Vortag. Du warst nicht da. Kein Ton aus dem Fon und ich fragte mich: warum ruftst du mich nicht an? Du hast doch meine Nummer.

 

Konzept u. Performance Jonas Beutlhauser, Elena Carr, Miriam Kruppa, Johannes Krenner, Franziska Schindler, Eva Sommer u. Christina Widmann
Text Ingeborg Bachmann, Jonas Beutlhauser u. Elena Carr

Idee u. Organisation Jonas Beutlhauser u. Elena Carr
Projektzyklus HABEN UND BRAUCHEN IN WIEN kuratiert von Tim Voss