Gruppenzwangsjacke

 

 

> Elena Carrs künstlerische Auseinandersetzungen drehen sich immer um reale gesellschaftliche Herausforderungen mit sozialen, politischen und ethischen Fragen, die sie in räumliche und oft interaktive Arbeiten übersetzt und in verschiedenen Realitätsebenen auftauchen lässt. Mit einer Gruppenzwangsjacke untersucht sie beispielsweise das Verhältnis von Konformität, Kollaboration und gesellschaftlicher Utopie. Das metaphorische Objekt steht, bzw. hängt für sich als autonome Textilskulptur, eignet sich aber auch als Kostüm oder Requisit für partizipative Performances. <

Prof. Res Ingold

 

 

 

A.L.E.
‘Und jetzt alle!’
Angela Neumair, Lea Wilsdorf, Elena Carr

 

 

Wie utopisch kann Gruppenarbeit denn schon sein?
Gemeinsame, allgemeine Ratlosigkeit. Wer redet am lautesten – alle sprechen gleich leise. Das unausgesprochene Reglement ist Standard, man hat sich anzupassen, während man doch die Hoffnung auf Wechselwirkung setzt, dass da doch mal eine_r was sagt, was keine_r sagt. Und dann – unerwartet, durch Ellbogenprogression, passiert s. Jede_r kann und macht fast etwas, was dieder andere kaum kann. Das Gesamte wird etwas, was keine_r alleine kann; oder jede_r alleine viel besser.

Text aus Raumstation
Ausstellung u. Interventionen, Klasse Ingold | Kunstpavillon, München 2015