Gruppenzwangsjacke
Ausstellungsansicht Schmiede Werkschau | Medienkunstfestival Hallein 2015

>> Elena Carrs künstlerische Auseinandersetzungen drehen sich immer um reale gesellschaftliche Herausforderungen mit sozialen, politischen und ethischen Fragen, die sie in räumliche und oft interaktive Arbeiten übersetzt und in verschiedenen Realitätsebenen auftauchen lässt. Mit einer Gruppenzwangsjacke untersucht sie beispielsweise das Verhältnis von Konformität, Kollaboration und gesellschaftlicher Utopie. Das metaphorische Objekt steht, bzw. hängt für sich als autonome Textilskulptur, eignet sich aber auch als Kostüm oder Requisit für partizipative Performances. <<
Prof. Res Ingold

 

A.L.E.
Angela Neumair, Lea Wilsdorf, Elena Carr
‘Und jetzt alle!’

 

Wie utopisch kann Gruppenarbeit denn schon sein?
Gemeinsame, allgemeine Ratlosigkeit. Wer redet am lautesten – alle sprechen gleich leise.
Das unausgesprochene Reglement ist Standard, man hat sich anzupassen, während man doch die Hoffnung auf Wechselwirkung setzt, dass da doch mal einer was sagt, was keiner sagt. Und dann – unerwartet, durch echte Ellbogenprogression, passiert das Schaffen. Jeder kann und macht fast etwas, was der andere kaum kann. Das Gesamte zusammen wird etwas, was keiner alleine kann; oder jeder alleine viel besser.

Text aus Raumstation | Kunstpavillon, München 2015